Deutsche Katameisterschaft in Erlangen

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Uehlken / Balvert erreichen 6.Platz

Etwa 80 Teilnehmer gingen in Erlangen bei den diesjährigen Deutschen Katameisterschaften an den Start. Für Alexandra Balvert vom PSV Oldenburg war es der erste Start bei einem solch hochwertigen Event des Deutschen Judobundes. Thomas Uehlken vom Vareler Turnerbund hat schon über 15Jahre Erfahrung bei solch einem Turnier. Nach 10 jähriger Pause wollte er es nun auch in der Kime no kata (Form der Entscheidung) noch einmal wissen. Dies ist nach der Nage No Kata, Katame No Kata und Juno Kata bereits die vierte traditionelle Kodokan Kata, bei der er sich den DJB Wertungsrichtern stellte. Am Ende kam ein hervorragender sechster Platz für die beiden heraus, die sich erst kürzlich für diese Art der Japanischen Judokampfkunst zusammengefunden haben.

Kime-no-Kata (Form der Entscheidung)

oder Shinken-shobu-no-Kata (Form des wirklichen Kampfes)

Diese Kodokan-Kata umfasste zunächst 15 Techniken und wurde im Jahre 1907 in Zusammenarbeit mit dem Butokukai um 5 Techniken erweitert. Kano entnahm die Techniken der bis ins 15.Jahrhundert zurückreichenden Urform der Shinken-shobu-no-Kata. Sie wird auch die alte Form der Selbstverteidigung genannt (im Gegensatz zur Kodokan Goshin-Jutsu), da in ihr Techniken im Kniesitz (Idori) und mit dem Dolch oder Schwert ausgeführt werden. Für das Studium dieser Kata müssen sich die Budoka mit dem Umgang dieser Waffen auseinandersetzten. Für die Ausführung der Techniken ist Schnelligkeit und Genauigkeit sehr wichtig. Denn dadurch kommt der „Geist der Entscheidung“ (Kime) zur Geltung, der durch diese Kata demonstriert werden soll.

Text und Bild: Thomas Uehlken